Wer Kinder hat kommt um Laugengebäck nicht herum. Zumindest im Süden Deutschlands sind Brezeln, Laugenbrötchen (hier mein Rezept), Laugenstangen, -knoten und anderes Laugengebäck nicht aus Kinderhänden wegzudenken.
Und auch ich als Mama bin ein großer Fan von Laugengebäck in jeder Form. Eine besondere Form aber habe ich komischerweise viel zu lange vernachlässigt: Laugenecken. Erst letzte Woche habe ich dieses herrliche Gebäck so richtig wahrgenommen. Das Besondere an den Laugenecken ist der fluffige Blätterteig mit den einzelnen Falten, die knackige Kruste und die leckeren Körner und Saaten obendrauf.
Die Laugenecken haben es mir direkt so sehr angetan, dass ich sofort versucht habe, sie selbst zu backen. Da ich kürzlich aber schon einmal an richtigem Blätterteig gescheitert bin, habe ich diesmal nur einen Pseudo-Blätterteig gemacht und die einzelnen Teigplatten einfach nur geschichtet. Das geht deutlich schneller und ist gelingsicher.
Hier mein Rezept für schnelle Laugenecken aus Dinkelmehl.
Inhalt
Rezept für schnelle Laugenecken aus Dinkelmehl
Zutaten für ca. 10 Laugenecken
- 500g Mehl (Dinkelmehl 630 oder Weizenmehl)
- ½ Würfel Hefe (oder 1 Pck. Trockenhefe)
- 1 TL Honig
- 185g warmes Wasser
- 100g Milch
- 30g Margarine oder weiche Butter
- 10 g Salz
- 1 Ei
Zum Bestreichen:
- Ca 70 g Margarine oder weiche Butter (Ich nehme meistens Margarine, da diese jederzeit streichfähig ist)
Für die Lauge:
- 1l Wasser
- 50g Haushaltsnatron (z.B. von Amazon* 1,5kg ca 5 Euro)
Für Obendrauf:
- Sesam
- Sonnenblumenkerne
- Mohn
- Leinsamen
- Kerne nach Belieben
Zubereitung Laugenecken
Zunächst die Hefe mit dem Honig im warmen Wasser auflösen. Alle anderen Zutaten in einer Schüssel zusammengeben. Das Hefewasser hinzugeben. Nun alles zusammen ca. 10 Minuten lang zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Bei mir erledigt das meine neue Küchenmaschine, die ich euch im Übrigen noch gar nicht vorgestellt habe. Es ist passend für die Großfamilie die große Kitchenaid (bei Amazon anschauen*).
Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort knapp 2 Stunden ruhen lassen.
Nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten. Mit einem Teigabstecher in 7 gleichgroße Teile teilen (bei mir war jedes +/-120g) und zu kleinen Kugeln formen.
Nacheinander die Kugeln nun rund ausrollen etwa auf 24cm Durchmesser. Den ausgerollten Teig jeweils mit Margarine oder Butter bestreichen und die nächste Teigplatte darauflegen. So hat man am Ende einen Stapel aus den 7 Teigplatten, dazwischen jeweils die Butter/Margarine. Die oberste Platte wird nicht mehr bestrichen.
Aus dem Teigstapel jetzt mit einem Messer oder Teigabstecher Dreiecke schneiden. Ihr könnt 8 große Laugenecken machen oder ein paar mehr kleinere. Bei mir wurden es 10 kleinere Ecken.
Die Ecken nun noch einmal eine halbe Stunde gehen lassen.
In dieser Zeit die Lauge vorbereiten. Dazu 1 l Wasser in einem Topf (nicht zu klein) zum Kochen bringen. Dann das Natron hinzufügen. Das schäumt im ersten Moment ziemlich auf.
Den Ofen auf 220 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
Die Lauge darf nun leicht weiter köcheln. Die Laugenecken werden nun nacheinander für ca. 1 Minute hineingegeben. Ich nutze eine Schaumkelle und einen Pfannenwender, um die Laugenecken unbeschadet in die Lauge und anschließend wieder herauszubekommen. Anschließend auf ein Backblech legen und mit den Körnern und Saaten bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten bis zur gewünschten Bräune backen. Eventuell die Hitze nach der Hälfte der Backzeit etwas reduzieren.
Was ist eure liebste Form von Laugengebäck?
Eure Klaramama