Rom mit Kindern – unsere Tipps

[Werbung wg. Verlinkung] Familien-Städtereise in die Ewige Stadt

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Rom mit Kindern Petersdom

Eine Reise nach Rom lohnt sich immer. Auch mit Kleinkindern kann man Rom hervorragend entdecken und sich auf der Städtereise durch die Ewige Stadt in das Antike Rom träumen.

Natürlich kann man mit Kleinkindern in Rom nicht von einem Museum ins nächste und den Tag vollpacken mit Sightseeing. Aber es gibt viele kinderfreundliche Orte in Rom, sodass die ganze Familie von der Städtereise profitiert. Wie zumindest waren jetzt das zweite Jahr in Folge mit unseren Kindern in Rom und haben es sehr genossen uns sehr viel erlebt.

Hier unsere Tipps für eine Familienreise mit kleinen Kindern nach Rom (für größere Kinder ist auch viel geboten, darüber werde ich dann berichten, wenn unsere Kinder so weit sind).

Ein Stadtspaziergang vorbei an den Hotspots in Rom

Rom ist so unglaublich groß und doch so klein. Ganz viele der wichtigsten Hotspots kann man in Rom zu Fuß erreichen. Zumindest, wenn man gut zu Fuß ist. Wir jedenfalls mögen es immer gerne, Städte zu Fuß zu erkunden und erst einmal einen ausgedehnten Stadtspaziergang zu machen. So haben wir es auch in Rom gemacht.

Im ersten Jahr waren wir ausgestattet mit Trage und Kraxe, im zweiten Jahr brauchten wir nur noch die Trage, da der Große alles gelaufen ist. Ein Buggy ist an vielen Orten in Rom leider sehr hinderlich, da die Straße nicht gut ist und auch in den Sehenswürdigkeiten eher stört. Aber es sind auch viele mit Buggy unterwegs.

Start für Rundgang durch Rom

Wenn man mir der U-Bahn zur Spanischen Treppe (Haltestelle: Spagna) fährt, ist man mitten im Geschehen. Von hier aus startete unser großer Sightseeing-Spaziergang, bei dem wir am Pantheon, an der Piazza Navona, am Colosseum, Forum Romanum und am Circus Maximus vorbeikamen ( und natürlich noch an vielen weiteren Sehenswürdigkeiten).

Aber ich muss euch warnen: So ein Spaziergang in der Hitze ist kein Zuckerschlecken. Wer sich davor scheut, kann auch einen Hopp-on/Hopp-off-Bus nutzen, um sich die Füße nicht ganz so wund zu laufen, wie wir. Wir haben es jedoch nicht bereut und bei beiden unseren Besuchen so gemacht.

Spagna – Die Spanische Treppe

Ich weiß nicht, ob es möglich ist, irgendwann ein Foto von der spanischen Treppe ohne Menschenmassen zu machen. Sogar bei Regen werden dort Selfies, Gruppenfotos etc, geschossen ohne Ende. Deshalb waren wir beide Male auch nur ganz kurz dort.

Spanische Treppe in Rom. Stadtreise mit Kindern
Spanische Treppe 2018: Na, findet ihr mich?
Rom mit Kindern 2019: Bei Regen ist die spanische Treppe verhältnismäßig leer
Rom mit Kindern 2019: Bei Regen ist die spanische Treppe verhältnismäßig leer

Hektische Einkaufsstraße entlang

Nach der Spanischen Treppe läuft man ein Stück die noble Einkaufsstraße (Via dei Condotti) entlang und hält sich dann links. Dort geht man dann auf dem Weg zum Pantheon durch viele süße kleine Straßen mit tollen Boutiquen. Im Sommer ist hier überall Sale und Frauen und Männer könnten hier hervorragend shoppen – wenn sie nicht zwei Kleinkinder im Schlepptau haben.

Ich hätte ja gerne etwas geshoppt, war aber doch auch ganz froh, dass die Kinder das nicht möglich gemacht haben. Schließlich bin ich zuhause die ganze Zeit mit Ausmisten beschäftigt und kann nicht noch mehr Kleidung gebrauchen..

Pantheon bei Regen

Nach einigen kleinen Nebenstraßen und einem Abstecher zu einer der bekanntesten Eisdielen Roms (Giolitti siehe unten), kamen wir dann am Pantheon an. Kurz vorher mussten wir uns allerdings noch einmal unterstellen, da wir immer wieder von heftigen Regengüssen erwischt wurden. Überall wimmelte es nur so von Schirm- und Regencape-Verkäufern. Bei den ersten Regentropfen kommen die plötzlich hinter jeder Ecke hervor und halten einem Schirme und Capes unter die Nase. Ein wirklich witziges Geschäft. Also keine Angst vor Rom bei Regen.

Rom mit Kindern 2019: Blick aufs Pantheon nach einem Regenschauer
Rom mit Kindern 2019: Blick aufs Pantheon nach einem Regenschauer

Im Pantheon drinnen waren wir dann allerdings etwas enttäuscht, dass es aufgehört hatte zu regnen. Denn die Kuppel des antiken Gebäudes, das zu religiösen Zwecken umgebaut wurde, ist oben offen und wir haben uns das sehr romantisch vorgestellt, wenn in der Mitte dieses prächtigen Baus die Tropfen herunterfallen. In der Mitte des Bodens gibt es einen Ablauf für das Wasser, sodass das Gebäude nicht unter Wasser steht. Aber auch ohne Regen ist das Pantheon sehenswert.

Der Eintritt ins Pantheon ist übrigens frei.

Touristenmagnet Piazza Navona

Ein paar kleine Gässchen weiter findet man dann die berühmte Piazza Navona, wo sich Musiker, Artisten, Clowns und Co tummeln. Leider hatten wir bei beiden unserer Besuche nicht wirklich Zeit, hier etwas zu verweilen. Irgendetwas war immer (Hunger, Pipi,…), was uns zum Weitergehen antrieb. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm, denn dort ist es wirklich übertrieben touristisch und vor jedem Lokal wird man angequatscht. Das ist gar nicht so unsere Art, weshalb wir dann auch schnell weiter sind.

Antikes Flair: Circus Maximus

Wir haben es mit unserem Spaziergang wie immer ein bisschen übertrieben und nachdem wir am Forum Romanum (Details siehe unten) und am Colosseum (Details siehe unten) vorbei gelaufen waren auch noch den Anstieg hoch zum Circus Maximus absolviert. Das riesige Gelände, auf dem damals die Wagenrennen stattfanden, hat es unserem Großen total angetan. Er wollte alles über die Rennen wissen. Die Geschichte ist in Rom so präsent, dass sogar Kinder den Zauber des Vergangenen spüren und neugierig werden. Wir haben also versucht, alle seine Fragen zu beantworten und gleichzeitig die letzten Meter bis zur U-Bahn-Station direkt am Kopfe des Geländes zu erreichen.

Uff. Eine Portion Rom in wenigen Stunden geschafft.

Die beste Eis in Rom

Auf dem Stadtspaziergang durch Roms Antike Innenstadt kann man einen Abstecher zur beliebtesten Eisdiele Roms machen: Giolitti. Aber seid gewarnt: Die Schlange hier kann sehr lange sein. Bei unserem ersten Besuch wollten wir uns nicht anstellen. Dort war ein Gedränge und wir wussten nicht, wo man sich anstellt, etc.

Die Schlangen vor den beliebten Eisdielen können enorm lang sein.

Bei unserem zweiten Besuch dieses Jahr jedoch hatten wir Glück, denn durch den Regen war im Giolitti nur wenig los. Dann konnten wir erst einmal in Ruhe herausfinden, wie ein Eiskauf hier funktioniert. Zunächst geht man an die Kasse und sagt dort, welche Eisgrößen man haben will. Wie immer gibt es Becher oder Waffeln in verschiedenen Größen. Die Größe des Bechers bestimmt die Anzahl der Eissorten.

In Italien kauft man das Eis nicht kugelweise, sondern nach Größe. Die Größe des Bechers bestimmt dann, wie viele Eissorten man wählen darf.

Nach dem Bezahlen erhält man einen Bon und wandert damit weiter zur Eistheke. Erst hier entscheidet man sich dann für die gewünschten Eissorten, was gar nicht so einfach ist. Ich hatte Zimt (Canella) und Bacio. Und ich hätte mich reinlegen können. Das war ja so lecker. Allerdings hat es bei der Auswahl an Eissorten auch lange gedauert, sich zu entscheiden. Auf jeden Fall empfehlenswert und die Kinder freuen sich natürlich über jeden Halt bei einer Eisdiele.

Wegen des Regens haben wir leider keine eigenen Bilder gemacht. Wir mussten dann schnell losrennen, da wieder ein Schauer kam. Aber ihr könnt euch die Eisdiele bei Tripadvisor anschauen.

Forum Romanum mit Kleinkindern entdecken

Forum Romanum mit Kindern
Zum Besuch des Forums Romanums sollte man unbedingt genügend Zeit einplanen und Proviant dabeihaben.

Unser Spaziergang mit den Kindern durch Rom führte natürlich auch am Forum Romanum vorbei. Weil man aber nicht alles auf einmal schafft und man auf dem Forum selbst noch so viel laufen muss, haben wir eine Besichtigung dort an einem anderen Tag gemacht. Das würde ich auch allen mit Kindern raten. Für das Forum Romanum kann man sich ruhig etwas Zeit einplanen und vor allem sollte man dort möglichst früh und vor der großen Hitze dort sein. Das Gelände ist nämlich noch viel größer als es auf den ersten Blick wirkt. Für die Kinder ist es toll, weil sie hier überall hinlaufen können (wenn sie nicht gerade getragen werden). Es ist spannend durch die alten Häuser nach oben zu gehen. Und oben gibt es einen kleinen Platz, auf dem sich alle Kinder mit dem Jagen von Tauben vergnügen, während sich die Erwachsenen ausruhen.

Übrigens gibt es immer wieder kleine Brunnen, an denen man sich Trinkwasser zapfen kann, worüber wir sehr dankbar waren. Es war nämlich wirklich sehr heiß und anstrengend. Gegen Mittag waren wir zum Glück durch und konnten in unsere Wohnung, um uns erstmal auszuruhen.

Wer im Sommer in Rom unterwegs ist, sollte die Mittagszeit möglichst drinnen verbringen und sich für den Abend ausruhen. Das richtige Leben geht hier nämlich erst nach 20 Uhr los.

Rom mit Kindern: Forum Romanum
Rom mit Kindern 2018: Letztes Jahr musste auch der Papa noch viel Tragen. Wir hatten eine Trage und eine Kraxe dabei.

Wie kommt man zum Forum Romanum?

Wer mit der Metro zum Forum Romanum fahren möchte, steigt an der Station Colosseo aus. Von dort aus muss man nur die Straße überqueren und noch ein paar Meter laufen.

Was kostet der Eintritt für das Forum Romanum?

Das Kombiticket für einen Besuch des Forum Romanums und des Colosseums kostet für Erwachsene 12 Euro. Es gibt keine Einzeltickets. Kinder bis 18 Jahre sind frei.

Colosseum mit Kindern lieber nur von außen anschauen

Rom mit Kindern: Colosseum von außen
Das Colosseum ist beeindrucken. Aber das Anstehen an der langen Schlange haben wir unseren Kindern erspart.

Jedes Mal, wenn wir am Kolosseum vorbeikamen, war die Schlange wirklich unermesslich. In der Hitze so lange mit den Kindern anstehen – das ist unverantwortlich. Obwohl wir ja sogar ein Ticket gehabt hätten, da der Eintritt ins Forum Romanum nur als Kombiticket mit dem Kolosseum möglich ist. Das mussten wir dann wohl oder übel verfallen lassen und uns an dem Anblick des Prachtbaus von außen erfreuen.

Wer ganz früh morgens da ist oder eine Führung gebucht hat, kann sich die Wartezeit vermutlich etwas verkürzen. Das hat leider nicht mehr in unseren Plan gepasst. Außerdem war ich vor ein paar Jahren schon einmal im Colosseum und musste es jetzt nicht unbedingt noch einmal sehen. Ich habe mir einfach gedacht, dass wir das irgendwann mal machen, wenn die Kinder größer sind.

Manche Sachen in Rom muss man mit Kindern noch nicht unbedingt machen. Es ist immer ein Abwägen, was einem selbst wichtig und was zumutbar ist.

U-Bahn fahren in Rom

Mit der U-Bahn bzw. Metro kann man sich in Rom ganz gut fortbewegen. Allerdings sind die Stationen oft weit auseinander und vieles ist besser mit dem Bus zu erreichen. Das Busfahren in Rom haben wir uns allerdings nicht so richtig zugetraut. Das ist alles so unplanbar und chaotisch. Da sind wir lieber gelaufen.

Was kostet Metro fahren in Rom?

Ein U-Bahn-Ticket für 100 Minuten kostet 1,50 Euro. Es gibt auch Tagestickets. Die lohnen sich aber erst bei mehr als 7 Fahrten am Tag. Die Tickets können bequem am Automaten geholt werden.

Das Ticket braucht man direkt, um zur U-Bahn-Station herunterzukommen. Mit dem schwarzen Streifen nach oben (die meisten machen es erstmal falsch) werden sie in die Automaten gesteckt, anschließend öffnet sich die Tür.

Achtung Taschendiebe in der U-Bahn

In vollen Bahnen solltet ihr ganz besonders Acht geben auf Taschendiebe. In dem Gedrängel kommt gerne mal etwas abhanden. Wir haben bei unserem letzten Rom-Besuch sogar einen Taschendiebstahl miterlebt.

Plötzlich war der ganze Waggon in Aufruhr und wir wussten überhaupt nicht, was los ist. Alle haben gebrüllt, ein paar sind gerannt und die U-Bahn fuhr erst nicht weiter. Ich dachte natürlich erstmal sonst was und war total panisch. Ein netter Mann hat mir dann aber gleich erklärt, dass ein Mann bestohlen wurde und der Dieb weggerannt war. Uns selbst ist aber zum Glück nichts passiert.

Ganz im Gegenteil: Wir haben das U-Bahn-fahren immer als sehr angenehm empfunden, denn wenn wir mit den Kindern eingestiegen sind, wurden uns immer Plätze freigemacht. Das fanden wir sehr hilfsbereit.

Nur einmal haben wir am Bahnhof (Termini) die U-Bahn verlassen, weil plötzlich Menschenmassen eingestiegen sind. Da waren sogar Polizisten, um die Leute zu koordinieren. Das war uns zu viel. Wir haben dann einfach auf die nächste Bahn gewartet, die wieder leerer war.

Städtereise mit Kindern heißt auch einfach mal die volle Bahn verlassen und auf die nächste warten.

Metro ist klimatisiert

Auch noch erwähnenswert zur Metro in Rom: Sie ist ganz sehr klimatisiert. In der Metro friert man fast und wenn man dann raus kommt in die Hitze, trifft einen fast der Schlag. Ich hab mir auch erstmal einen Schnupfen geholt. Also wer empfindlich ist, steckt sich ein Tuch zum Überwerfen ein. Das ist auch praktisch bei Besuch von Kirchen.

Mit Kindern in den Petersdom

Den Petersdom mit Kindern zu besuchen ist überhaupt kein Problem. Dort werden so viele Menschen durchgeschleust, dass es dort auch nicht so besonders leise ist, wie man es sich vielleicht vorstellt. Das einzige Problem: Das lange Anstehen.

Lange Wartezeit vor dem Petersdom
Die Schlange vor dem Petersdom ist schon morgens viel zu lang, um sich mit Kindern anzustellen

Vor dem Eintritt in den Petersdom werden nämlich Sicherheitskontrollen wie am Flughafen durchgeführt. Das staut sich dann bis über den ganzen Petersplatz.

Bei unserem ersten Rom-Besuch hatten wir das Glück, dass wir kaum anstehen mussten. Wir kamen ca. 30 Minuten vor der Schließzeit des Petersdoms. Da war nicht mehr viel los. Von der Zeit her hat uns das auch ganz gut gereicht. Mit kleinen Kindern kann man sich ja nicht stundenlang dort aufhalten.

Nichtsdestotrotz wollten wir bei unserem zweiten Besuch gerne nochmal in den Petersdom, da wir ihn sehr beeindruckend fanden. Ich hatte irgendwo den Tipp gelesen, gleich früh morgens dort zu sein, da dann nicht so viel los sei. Pfeifendeckel. Die Schlange ging schon über den halben Platz und ein Großteil der Leute stand in der knallenden Sonne. Das kann man mit Kindern natürlich nicht machen. Also haben wir unseren Besuch kurzerhand gestrichen.

Rom mit Kindern heißt immer flexibel bleiben und schnell umplanen

Wir nutzten also die Zeit, um uns das bunte Treiben auf dem Peterplatz genauer anzusehen. Das ist wirklich empfehlenswert. Was hier für eine Inszenierung für die Selfies vorgenommen wird, ist unglaublich. Da könnte man stundenlang sitzen und beobachten. Gut, dass die Kinder hier einfach herumrennen und toben können.  

Mit Kindern auf dem Petersplatz
Kinder können auf dem Petersplatz unbeschwert herumrennen

Wie kommt man zum Petersdom?

Wer mit der U-Bahn unterwegs ist, steigt die Haltestelle Ottaviano aus und folgt anschließend einfach der Menschenmasse die Straße Via Ottaviano entlang. Nach ca. 1 km Fußweg passiert man schon die Grenze zur Vatikanstadt.

Öffnungszeiten Petersdom

Der Petersdom ist von April bis September von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Von Oktober bis März von 8 bis 18.30 Uhr.

Der Eintritt in den Petersdom ist kostenlos.

Richtige Kleidung für den Petersdom

Beim Eintritt in den Petersdom wird sehr auf angemessene Kleidung geachtet. Frauen sollten auf keinen Fall schulterfrei sein. Ein T-Shirt mit Ärmeln ist angemessen. Bauchfrei ist natürlich auch tabu. Auch die Knie sollten bedeckt sein.

Der Prenzlauer Berg von Rom: Das Viertel Testaccio

Nachdem wir schon einige der klassischen Hotspots in Rom gesehen hatten, wollten wir auch einmal etwas abseits der Touristenströme erleben. Bei meinen Recherchen bin ich dann auf den Geheimtipp für Rom gestoßen: Das Stadtviertel Testaccio. Das Viertel ist perfekt für Rom mit Kindern. Man kommt dort am besten hin, wenn man mit der Metro bis zur Haltestelle „Piramide“ fährt.

Die Pyramide von Rom

Verlässt man die Metro-Station wird man auch schon gleich von der namensgebenden Cestius-Pyramide begrüßt. Diese ragt – fast weiß – einfach aus dem Boden auf der gegenüberliegenden Straßenseite heraus. Sie sieht irgendwie befremdlich und unpassend aus. Sie wurde unter Aurelian sogar Teil der Stadtmauer.

Ein paar Touristen haben sich auch hierhin verirrt und machen wie die obligatorischen Selfies mit kreativen Posen vor der Pyramide. Ansonsten gibt es nicht so besonders viel zu sehen und ich war erstmal etwas enttäuscht – vor allem als wir die Straße weiterliefen und alles ziemlich dreckig und unscheinbar ist.

Vegane Eisdiele: Panna & Co

Wie modern das Stadtviertel Testaccio jedoch tatsächlich ist, fällt uns erst später auf. Geht man immer weiter die Straße (Via Marmorata) entlang in Richtung Tiber, stößt man irgendwann auf richtig hippe Läden. So stolpern wir quasi ohne es zu merken in eine Eisdiele mit veganem Eis. Dort gibt es ganz besondere Eissorten, was uns mit unseren wenigen Worten Italienisch die Auswahl erstmal etwas schwer macht. Das Eis ist aber mega lecker und auch nicht teurer als das Eis in der überlaufenen Innenstadt.

Das Panna & Co ist in der Via Marmorata 115 in Testaccio. Unbedingt probieren solltet ihr das Pistazieneis (Pistacchio), das ich bisher nirgends besser gegessen habe.

Kinderspielplatz wie im Prenzlauer Berg

Unsere Kinder machen zwar alles erstaunlich gut mit und sind auch sehr interessiert an der alten Stadt. (Vor allem der Circus Maximus hatte es dem großen sehr angetan). Doch gibt es auch mal Durststrecken, an denen es nicht so einfach ist. Das größte Problem: Die Wartezeit bis zum Abendessen.

Restaurants machen in Italien in der Regel erst um 20 Uhr auf. Kinder sind hier viel länger wach.

Die Pizzerien in Italien machen nämlich in der Regel erst um 20 Uhr auf. Wenn man Glück hat, findet man eine, die schon um 19.30 Uhr aufmacht. Nicht so einfach, wenn der Rhythmus der Kinder um 18 Uhr das Abendessen verlangt.

Da wir aber schon seit einigen Tagen in Italien waren, hatten die Kinder sich schon einigermaßen an das späte Abendessen gewöhnt. Jedoch waren wir nun in dem Stadtviertel Testaccio, wo wir uns eine besondere Pizzeria (Giulietta) ausgesucht hatten und mussten noch etwas Zeit überbrücken. Erstmal waren wir etwas planlos, denn Eis hatten wir schon gegessen, Café hatten wir auch schon getrunken. Und vor allem waren wir schon unglaublich viel (über 10 km) gelaufen und uns taten die Füße und mir vom Tragen der Rücken weh.

Durch Zufall haben wir dann einen kleinen Platz gefunden. Dort gab es einen eingezäunten Spielplatz mit Spielgeräten und ganz vielen Fahrzeugen und Co. Wir konnten es kaum glauben, so etwas mitten in Rom gefunden zu haben. Und auch die Kinder konnten es kaum glauben und waren überglücklich.

Spieplatz in Rom

Für eine Pause zum Spielen können wir diesen Spielplatz bei einer Reise nach Rom mit Kindern also absolut empfehlen!

Hippes Viertel Testaccio in Rom

Einfach auf den Piazza Di Santa Maria Liberatrice.

Pizzeria mit römischer & neapolitanischer Pizza: Giulietta

Auf dem Spielplatz konnten sich die Kinder die Wartezeit bis zum Abendessen hervorragend vertreiben. Und wir Eltern konnten uns etwas regenerieren. Und dann um kurz vor 19.30 Uhr standen wir endlich vor der Pizzeria, auf die wir uns so gefreut hatten. Aber: sie hatte geschlossen!

Wer im August nach Italien reist, sollte beachten, dass viele Restaurants schließen, da die meisten Italiener sich am Meer befinden.

So ein Ärger für uns. Die Pizzeria Giulietta klang so vielversprechend. Hier kann man nämlich zwischen römischer und neapolitanischer Pizza auswählen. Und da wir riesige Fans von neapolitanischer Pizza sind, wollten wir die hier unbedingt ausprobieren.

Naja, falls jemand von euch da schon war oder mal hinkommt, schreibt mir gerne mal, ob sich ein Besuch lohnt. Dann werden wir es wohl nächstes Jahr wieder versuchen.

Seid ihr auch Fans von Bella Italia? Dann lest doch auch meinen Artikel über Neapel mit Kindern und Gründe, warum man mit Kindern Urlaub in Italien machen sollte.
Eure Klaramama

Reiseführer für Rom (Amazon)

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Klara,

    Italien ist einfach immer ein Aufenthalt wert! Vor vielen Jahren waren wir in Rom und haben die Facetten der „Ewigen Stadt“ entdeckt. Da wir zu dieser Zeit noch keine Kinder hatten, konnten wir unseren Aufenthalt trotz touristischem Andrang genießen.
    Seit Jahren verbringen wir unseren Urlaub gerne in den Bergen (https://www.feldhof.com/), da Städtereisen zwar sehr abwechslungsreich, aber nicht immer erholsam sind. Um nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder ein wenig Abwechslung zu sorgen, werden wir in naher Zukunft bestimmt wieder Kurztrips in Städte wagen. Mal sehen, wie es den Kindern gefällt 🙂 sind schon sehr gespannt!

    PS: Rom steht auf alle Fälle auf unserer Kurztrip-Liste!

    Vielen Dank für die Tipps.

    Tamara

    • Hallo Tamara,

      Danke für deinen Kommentar. Urlaub in den Bergen ist mit Kindern sicherlich auch sehr schön 🙂
      Um mit dem Städtereisen mit Kindern zu starten würde ich empfehlen, erst einmal eine nahegelegene Stadt in Deutschland zu besuchen – es muss ja nicht direkt Rom sein. Dann kann man ja erstmal sehen, wie es klappt und ob die Kinder das gut mitmachen. Oder habt ihr schon bestimmte Pläne?

      Liebe Grüße
      Klara

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